Der Regen hatte keine ChanceDer Regen hatte keine Chance

Der Regen hatte keine Chance

Das Zeltlager mit 50 Kindern vom JRK Peißenberg und Weilheim war trotz Regen ein voller Erfolg.

Der Sommer 2021 hat sich nie so richtig von seiner Schokoladenseite zeigen wollen, dies sollte sich auch in der Zeltlagerwoche der Jugendrotkreuz Ortsverbände Weilheim und Peißenberg nicht ändern. Immer wieder Regen und herbstliche Temperaturen wurden vom DWD angekündigt. Davon wollten sich aber weder die 13 Betreuer*innen noch die Kinder unterkriegen lassen.

Am Sonntag 22.8. fuhren dann die Autos und ein LKW vollgepackt mit Zelten und Material nach Wessobrunn.  Nur rund 5 Stunden blieben den Betreuer*innen um fünf Aufenthalts-, Essens-, und Materialzelte sowie 30 Kinder und Betreuer*innenzelte im trockenen aufzubauen, denn ab dann war Regen angesagt. Und wie es das Glück so wollte, kaum standen alle Zelte kam der angekündigte Regen. Während sich die Wiese immer mehr in einen Sumpf verwandelte, wurde im Zelt die kommende Woche besprochen und gechillt.

Der Montagvormittag verging mit Vorbereitungen und Zelte auf Nässe überprüfen wie im Flug. Nachdem um 13 Uhr dann alle 50 Kinder (so viele wie noch nie zuvor) auf dem Platz waren, ihre Zelte bezogen hatten und schon ein wenig den Zeltplatz erkunden konnten startete das Programm mit vielen Spielen zum Kennenlernen und warm werden. Anschließend durften die sieben Bezugsgruppe, in die die Kinder eingeteilt waren, Fahnen gestalten. Währenddessen hatte das Küchenteam alle Hände voll zu tun. Es wurde Salat gewaschen, Zwiebeln, Tomaten und Gurken geschnitten, Hackfleisch vermischt, geformt und gebraten. Für die erste Mahlzeit hatten sie sich etwas besonders ausgedacht. Zur Freude der hungrigen Kinder standen Burger auf dem Plan. Mit gefüllten Mägen und ausgestattet mit Fackeln zogen die Kinder begleitet von einer Geschichte in den Wald. Mitten im Wald galt es dann Glühwürmchen in der Teamfarbe zu suchen. Zurück am Zeltplatz ging es für alle Kinder zügig ins Bett und für die Betreuer*innen anschließend zur Abendbesprechung. Erst gegen 2 Uhr waren dann wirklich alle im Bett.

Kalt, sehr kalt startete der erste gemeinsame Morgen gegen 7 Uhr als die ersten aus ihren Zelten krochen. Beim gemeinsam Morgentanzen wurden dann aber alle Körperstellen aufgewärmt.
Los ging das Programm mit dem Händler-Spiel. Bei diesem sollten die Kinder in kleinen Gruppen gemeinsam ein Krankenhaus bauen. Dazu wurden verschiedene Rohstoffe benötigt, die die Kinder nach dem Erledigen einer Aufgabe bekamen. Mit diesen Rohstoffen konnten sie dann benötigte Materialen herstellen um anschließend einen fertigen Raum für das Krankhaus zu erhalten. Zum Leidwesen der Händler und zum Glück der Kinder soll, so hieß es, auch ein illegaler Verkäufer (Schwarzmarkt) Rohstoffe und Material unter das Volk gebracht haben.

Nach einer ausgiebigen Mittagspause erfuhren die Kinder viel wissenswertes aus der Erste-Hilfe.
Für den Abend haben sich, zur Verwunderung der Kinder, alle Betreuer*innen in ein schickes Abendgewand geworfen. Kurz drauf ging es für alle Kinder in das beliebte Casino. Es wurde Uno, Tick-Tack-To, Black Cack und vieles mehr gezockt, bevor es gegen 22 Uhr wieder ins Bett ging.

„Guten Morgen Sonnenschein“ schallte es am nächsten Morgen wie jedes Mal über den Platz. Allerdings war die Sonne dieses Mal auch wirklich da und verschwand auch vor Sonnenuntergang nicht mehr. Während draußen die Sonne schien, hätte man im Zelt meinen können, dass ein fetter Hagelsturm über den Platz zieht, denn an allen Tischen wurden fleißig Nägel in kleine Bretter geschlagen und zu wunderschönen Kunstwerken gestaltet. In der Mittagspause ging es dann auf den Spielplatz, zum Haarsträhnen flechten, ins Kreativzelt oder zum Chillen. Am Nachmittag ging es dann auf die Suche nach dem entführtem Krümelmonster. Quer durch die Klosteranlage mussten die Kinder Aufgaben erledigen oder Rätsel lösen.

Das Abendessen enthielt dann einen kurzen Schockmoment bereit. Während alle genüsslich ihre wohlverdiente Brotzeit aßen erschien plötzlich die Polizei mit einem Haftbefehl gegen einen der Gruppenleiter der gegen das HGB versstoßen und „einen nicht genehmigten Handelsplatz namens ,Schwarzmarkt´“ betrieben haben soll. Dieser wurde sofort festgenommen konnte aber glücklicherweise einige Zeit später wieder zurückkehren, da der Prozess wegen mangelnder Beweise eingestellt worden ist. Nachdem auch das Krümelmonster bei einer spektakulären Verfolgungsjagd befreit werden konnte, klang der actionreiche Tag bei Lagerfeuer und Stockbrot ruhig aus.

Der Donnerstag startete mit einer Fortsetzung der Erste-Hilfe Themen. Die Kinder lernten unter anderem die Seitenlage und Verbände anzuwenden. Nach der Mittagspause konnten sich die Kinder in verschiedene Workshops einteilen. Während ein Teil coole Mützen nähte, lernten andere wie Wunden täuschend echt geschminkt werden und wieder andere verschwanden im Wald und schnitzten fleißig. Der zweite Teil des Nachmittags wurde gemeinsam mit der Feuerwehr verbracht. Die Kinder durften wieder Wasser spritzen, Autos anschauen und ein bisschen durch die Gegend fahren. Den Abschluss des Tages und auch des Zeltlagers bildete wieder die große Abschlussparty. Gemeinsam wurde getanzt gelacht und gefeiert.

Statt mit Sonne wurden am Freitag alle vom Regen geweckt. Der tägliche Sonnentanz wirkte aber auch dieses Mal wieder Wunder und so war zumindest während der morgendlichen Spiele kurz eine Regenpause. Zum Abschluss bekam jede*r Betreuer*in noch einen fetten Applaus sowie jedes Kind eine Urkunde und am Mittag war das Zeltlager für die Kinder auch schon wieder vorüber, für die Betreuer*innen ging der große Abbau los.

Am Ende des Zeltlagers steht fest, dass selbst der Regen gegen die gute Laune der Anwesenden keine Chance hatte. Zufrieden zeigten sich am Ende neben den Kindern und Betreuer*innen auch die Eltern die noch Tage danach von begeisterten Kindern erzählten. Nun aber heißt es wieder: ein Jahr warten bis 2022 dann das nächste Zeltlager ansteht.

Herzlich bedanken möchten wir uns an der Stelle nochmals bei dem Besitzer der Wiese für die Bereitstellung und Vorbereitung, bei der Gemeinde Wessobrunn für die Halle, dem Sportverein Wessobrunn für die Bereitstellung der Küche, dem Biomichl Weilheim für die großzügige Obstspende, der Feuerwehr Wessobrunn für die Strom- und Wasserabnahmestelle sowie den schönen Nachmittag, unserem Kreisverband für die ganzen Materialen und natürlich bei unseren 13 Betreuer*innen für die ehrenamtliche Arbeit.

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