20 Kinder (6-11 Jahre) des JRK Peißenberg verbrachten von Freitag auf Samstag eine gemeinsame Nacht in der Rettungswache. Die Aktion, die von fünf Gruppenleiter:innen organisiert wurde, bot dem Nachwuchs eine Mischung aus Kreativität, Naturerlebnis und Gemeinschaft

Kreativität und Teamarbeit
Das sonnige Wetter wurde direkt ausgenutzt: Die Bastelstationen wurden nach draußen verlegt, wo die Kinder Tontöpfe gestalteten, mit Erde befüllten und Kresse säten. Während anschließend ein Teil der Gruppe spielte, kümmerte sich der Rest um das Abendessen. Auf dem Speiseplan standen Kässpatzen und Spätzle mit Soße sowie frische Rohkost.

Orientierung unter dem Sternenhimmel
Nachdem die Nachtlager in der Wache bezogen waren, brach die Gruppe zur Fackelwanderung auf. Der Weg führte zur Maria Aich Kirche und über die Feldwege zurück. Die klare Nacht bot die perfekte Gelegenheit, den Blick auf das nächtliche Peißenberg zu genießen und die Orientierung zu üben: Wo genau liegen Weilheim oder der Hohe Peißenberg in der Dunkelheit? Zurück in der Wache ließen die Teilnehmer:innen den Abend gemütlich bei einem Film ausklingen.

Spielend durch das Haus
Nach einer kurzen Nacht im Schlafsack und einem gemeinsamen Frühstück, für das eine kleine Gruppe morgens die frischen Semmeln holte, stand der Samstag im Zeichen der Bewegung. Beim „40-Fragen-Spiel“ mussten die Kinder im gesamten Gebäude verteilte Fragen suchen und beantworten. Zum Abschluss wurde das gute Wetter noch einmal für eine gemeinsame Tanzeinheit im Freien genutzt, um auch die letzten Müden für den Heimweg wach zu rütteln.

Resümee der Ortsgruppenleitung
Auch für die Verantwortlichen vor Ort war das Wochenende ein besonderer Meilenstein. „Gut eineinhalb Jahre mussten die Kinder auf diese Übernachtung warten, nachdem es im vergangenen Herbst leider nicht geklappt hatte“, erklärt Daniel Illich, örtliche Leitung des JRK Peißenberg. „Umso schöner ist es, dass die Aktion so gut angenommen wurde. Eine so große Teilnehmendenzahl hatten wir schon sehr lange nicht mehr bei einer Übernachtungsaktion.“

Ein besonderer Dank gilt dabei den fünf Jugendleiter:innen, die sich zwischen Arbeit und anderen Verpflichtungen die Zeit genommen haben. Illich sagt abschließend:
Solche Aktionen sind immer etwas Besonderes. Hier entsteht der Raum für das 'Dazwischen', für das in den regulären 90 Minuten der Gruppenstunde oft die Zeit fehlt. In diesen intensiven Stunden lernen sich Kinder und Gruppenleiter:innen auf einer ganz anderen Ebene kennen und wachsen als Team zusammen.