376 Kilometer - Solferino `19376 Kilometer - Solferino `19

376 Kilometer

Für 23 JRKler*innen aus Peißenberg und Weilheim ging es Ende Juni nach Solferino (Italien). Dort besuchten sie die Gedenkstätten, einen Aquapark und natürlich die Fiaccolata. 

Für das Jugendrotkreuz Peißenberg, mit dabei auch zahlreiche Jugendrotkreuzler aus Weilheim, ging es zum Ende der Pfingstferien auf große Fahrt. 23 Jugendliche machten sich, in zwei MTW`s (Manschaftstransportwagen) und einem Privatfahrzeug, auf die 376 km lange Reise nach Solferino. Solferino liegt etwas südlich des Gardasees und ist der Ort, an dem das Rote Kreuz nach der Schlacht von Solferino 1859 von Henry Dunant gegründet wurde. Dort sah er zahlreiche Verletzte und Tote, die nicht versorgt wurden. Daraufhin beschloss er eine unabhängige Gemeinschaft zu gründen, die Menschen in Not helfen sollte. 1864 wurde dann das Rote Kreuz gegründet. 

Nach ein bisschen Stau kamen alle wohl und gut gelaunt am Campingplatz in Peschiera del Garda an. Nach einem kurzen einrichten in die Mobilheime hieß es Sightseeing in Solferino. Der späte Abend brachte seine Vorteile, kaum einer war noch unterwegs und so hatten wir die Gedenkstätte sowie die Statue von Henry Dunant für uns allein. Hungrig ging es zurück zum Platz wo der Grill angeschmissen wurde. Natürlich durfte auch der Sprung in den Gardasee nicht fehlen, im Dunkeln noch schöner.

Der Freitag begann sehr entspannt, schließlich stand am Nachmittag noch eine Bergtour an, so zumindest die Aussage unserer Gruppenleiter*innen. Am Vormittag gestalteten wir unsere Fahne, spielten UNO und quatschten. Nach dem Mittagessen hieß es dann: Ab in die Autos! Los ging`s zur Bergtour. Diese entpuppte sich allerdings als große Überraschung. Anstatt auf dem Berg fuhren wir in den nahegelegenen Aquapark, die perfekte Abkühlung.

Am Samstag fuhren wir Castiglione delle Stiviere und besuchten dort das RK-Museum. Hier schlossen wir uns der Führung der BRK Bereitschaften aus Ober- und Mittelfranken an und erfuhren so viele interessante Fakten. Anschließend besuchten wir das gigantische Lager, in dem tausende Rotkreuzler aus aller Welt nächtigten und gemeinsam Zeit verbrachten. Am Abend fuhren wir erneut nach Solferino zum alljährlichen Fackellauf. Dieser fand heuer zum 100sten Mal statt, 160 Jahre nach der Schlacht. 10 km führte uns der Zug über die Felder nach Castiglione, auf dem damals die Verwundeten der Schlacht getragen wurden. Am Ende des Zuges, bei dem Tshirts getauscht und Gespräche mit Rot-Kreuzler*innen aus aller Welt geführt wurden, fielen alle müde ins Bett.

Nach einem rastenten Aufräumen am Sonntag und einem Abschluss-Sprung in den See machten wir uns auf den Heimweg. Dieser verlief deutlich stauärmer als erwartete und aus den wenigsten Staus machten wir das Beste. Rund sieben Stunden später kamen wir wieder gut in Peißenberg an und blickten auf vier schöne Tage mit coolen Leuten und ganz viel Spaß zurück.